Wie alles begann ...

Mein Name ist Andrea Geir. Ich bin keine Elfe. Manchmal wäre ich gern eine. Aber noch lieber verbinde ich mich mit der Natur und lausche ihrem Reichtum. Begonnen hat alles mit dem Kinderbuch "Nepomuk und das Abenteuer in der Elfenwelt", als mein Sohn noch ein Baby war. Täglich hat er beim Spazierengehen in eine ganz bestimmte Ecke seines Kinderwagens geschaut, fast schon gestarrt. Und er lächelte stets und es wirkte, als ob er sich mit jemanden oder etwas austauschen würde, etwas sehr Lustigem. Nicht nur einmal bin ich stehen geblieben und habe auch in diese Ecke des Kinderwagendaches gestarrt, aber erfolglos. Dennoch war dies der Anfang vom Elfenladen. Denn bei unseren stundenlangen Spaziergängen in der Natur ist mir dir Geschichte zum Kinderbuch plötzlich in den Sinn gekommen. 

Das Buch war schnell geschrieben, aber ich wusste nicht, wie ich die Figuren darstellen konnte. Meine Zeichenfähigkeiten waren seit der Designschule leider eingerostet, also musste sich eine andere Lösung für die Umsetzung finden. In einem Bastelgeschäft fand ich ein Buch über die Elfen und wie man diese in Trockenfilztechnik mit Märchenwolle fertigt. Elfen und Märchenwolle –  wenn das nicht die perfekten Zutaten für etwas Magisches sind? Ich war sofort verzaubert.

 

Meine allererste Elfe hängt immer noch bei mir zuhause. Auf den ersten Märkten hatte ich sie immer mit, aber niemand hat sie gekauft. Nicht weil sie so hässlich ist, sie wollte einfach bei mir bleiben, damit ich nicht vergesse wie alles begann und auch worum es geht: der Natur und ihren Wesen eine Stimme zu geben, damit sie wieder in unser Bewusstsein vordringen. Denn nur weil man etwas nicht sieht, heißt es nicht, dass es nicht da ist. Radiowellen können wir auch nicht sehen, aber hören das Ergebnis. Und so kann man auch der Natur, allen Wesen um uns lauschen. Seit dem Beginn des Elfenladens, oder vielleicht immer schon, bin ich mir sicher: Wenn wir Hilfe brauchen oder ein wenig Optimismus oder auch mal einen kleinen Schups um unsere Richtung wieder zu finden, ist Hilfe stets da.

Seither ist viel mehr entstanden, als ich je geplant hatte. Darum wünsche ich allen genauso viel Freude wie ich sie empfinde, beim Schmökern im Elfenladen, Staunen über all die Elfen, die entstehen durften. Berührung, beim Lesen der Texte, die ich empfangen durfte. Strahlende Augen bei den vielen elfenhaften Geschenkideen.

Natürlich stelle ich mir die Frage gerade in unserer Überflusszeit, ob die Welt einen Elfenladen braucht?

Aber meine Antwort ist ja, ein lautes JA, denn gerade jetzt ist es wichtig, seiner inneren Stimme wieder mehr Gehör zu schenken. Seiner inneren Führung wieder zu vertrauen und die Verbindung zwischen allen Dingen und Wesen wieder zu erkennen und zu feiern. Damit das gegeneinander gerichtete Gehetzte der Welt in eine große, gerechte Gemeinschaft führt. 

Und der Elfenladen möchte seinen Beitrag dazu leisten.

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